Dieses Whitepaper analysiert die Zukunft der Landtechnik im Spannungsfeld zwischen ökonomisch getriebenen Markttrends und agrarwissenschaftlichen Erkenntnissen zur Bodengesundheit. Der globale Traktorenmarkt folgt weiterhin einer Entwicklung hin zu größeren, leistungsstärkeren und schwereren Maschinen, begünstigt durch steigende Betriebsgrößen und Arbeitskräftemangel. Gleichzeitig belegen aktuelle Meta-Analysen signifikante Ertragsverluste infolge von Bodenverdichtung, insbesondere durch hohe Rad- und Achslasten, deren Auswirkungen langfristig und teils irreversibel sind.
Auf Basis dieser Diskrepanz identifiziert das Whitepaper einen strukturellen Zielkonflikt zwischen kurzfristiger Effizienz pro Arbeitsstunde und langfristiger Produktivität pro Hektar. Es werden drei realistische Entwicklungspfade skizziert: bodenschonend eingesetzte Schwertechnik („Smart Heavy“), autonome Leichtsysteme („Light & Many“) sowie drohnengestützte, kabelgebundene Zug- und Applikationssysteme („Aerial & Tethered Systems“). Künstliche Intelligenz wird dabei als zentrale Orchestrierungsebene zukünftiger Agrarsysteme verstanden. Das Whitepaper kommt zu dem Schluss, dass nachhaltige Produktivität weniger durch steigendes Maschinengewicht als durch intelligente Systemintegration erreicht wird.
