Ein Königreich für einen guten Kaffee….

Ein Königreich für einen guten Kaffee….

Oh, wie groß war die Freude als vor einigen Jahren die ersten Siebträger-Kaffeemaschinen auch in Autobahnraststätten auftauchten.

Auch in normalen Restaurations- Betrieben konnte man immer häufiger diese wuchtigen Aggregate chromverliebter Ingenieurskunst  antreffen.

Es flackerte ein Licht der Hoffnung am kulinarischen Horizont in Deutschland auf. Vorbei schien die Zeit des verschmölten Kaffees, den man aus unerfindlichen Gründen im Sommer auf Terrassen nur im Kännchen erhalten konnte.

Weder reichliche Beigabe von Kondensmilch aus schwer zu öffnenden Plastiktöpfchen, noch Zucker, den man aus verklebten Streuern rüttelte, konnten den Sud der Bitterstoffe auch nur ansatzweise in die Nähe eines Genussmittels bringen.

Nun gab es einen guten Cappucino auch ab und an nichtnur  beim Italiener, sondern auch in der Kneipe um die Ecke.

Leider dauert die Freude nicht lange an. Spätestens seit dem man einen Halbliter Cappuccino bei der Kaffee-Kette in einem Plastikbecher in die Hand gedrückt bekommt: Phil´s Kaffee,  natürlich zum Mitnehmen (so heiß wie der ist, bleibt der Kette auch nichts anderes übrig,  weil man viel zu lange da sitzen muesste).

Entweder der Kostendruck, die mangelnde Schulung des Personals, allgemeines Absterben der Geschmackspapillen oder simple Dummheit führen dazu, dass aus den meisten,  mittlerweile  per Knopfdruck, bedienbaren Siebträgern eine Flüssigkeit tropft die es vor 30 Jahren nicht einmal in die Dienstkammer der Ortskrankenkasse geschafft hätte.

Ein Hilferuf an alle Kaffekocher: Bitte lasst nicht so heißes Wasser durch den Kaffee rauschen.  Ziel des Kaffeekochens ist es nicht, die letzten nur möglichen Bitterstoffe aus dem gemahlenen Röstgut zu pressen. Nein – denkt an die empfindlicheren Aromastoffe (Ja, doch es gibt sie!)

Kaffee ist nicht wie in Eichenfässern reifender Whisky! Man braucht nicht den Geschmack, der sich Baumringe ähnlich aufbauenden Ablagerungen innerhalb der Maschine. Diese kann man und muss man reinigen! Das Ergebnis ist ein Kaffee, der nicht den Geschmack der schon etwas gammeligen Kaffeefettsoffe der 30.000 Vorgänger-Tassen in sich trägt.

Wenn das nicht geht, dann liebe Kaffee-Ausschenker lasst es doch bitte. Welche Vergeudung von Ressourcen, Materialien und Rohstoffen für ungenießbare Heißgetränke Cappucciner Art.

Dann doch lieber eine ehrlichen  Filterkaffee der nicht 3 Stunden auf der Wärmeplatte stand.

By | 2016-10-16T15:53:02+00:00 Januar 29th, 2011|allgemein, it could be.., Unter den Scanner geraten|Kommentare deaktiviert für Ein Königreich für einen guten Kaffee….

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Philipp Sack
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