Es gibt sie noch – die richtig guten Sadisten…

Es gibt sie noch – die richtig guten Sadisten…

Völlig unbemerkt hat es angefangen.  Vor einigen Jahren. Da wurden Computer mit vorinstalliertem Betriebssystem ausgeliefert, aber ohne Kopie der Software.
Statt dessen kamen alle 3-7 Bootvorgängen eine Warnmeldung: Man möge doch eine Sicherheitskopie des wertvollen Systems auf einem Datenträger vornehmen. Gigabyte aufnehmende DVD’s waren noch unbekannt – ein Standard Rechner hatte so was wie ein 3 ½ Zoll Laufwerk. Genau darauf sollte die Sicherung erfolgen. Natürlich wurden die Kopien überprüft, Quersummen gebildet und verifizierende Algorithmen gebildet. Diese haben sich dann  meistens gegen 4 Uhr 36 morgens gemeldet, wenn man mitten in dem Speichervorgang war.  Die Meldung „Der Speichervorgang wurde abgebrochen, auf der Disk 57 von insgesamt 73 erforderlichen ist der Sektor 073bbb3nn fehlerhaft beschrieben worden.  Bitte wiederhohlen Sie den Vorgang.“
Das machte einen genauso munter wie 24 Tassen Kaffee, was bestimmt auch an der Vorfreude lag nochmals 16 Stunden mit den kleinen Disketten jonglieren zu können.
Als dann CD’s billig wurden, Software auf den Speicherriesen ausgeliefert wurden,  musste sich unser gemeiner Sadist ein neues Betätigungsfeld suchen.
Er besann sich der Handbücher für Soft- und Hardware! Diese brauchte man nicht mehr in gedruckter Form den Produkten beizulegen, nein! Viel besser machten sich dies in Form einer PDF Datei auf einer CD oder DVD.
Bestenfalls wurden noch „Schnellinstallationshinweise“ in gedruckter Form beigelegt. Da liest man dann so etwas  wie: „Wichtige Installationshinweise wie Sie da DVD Laufwerk installieren und einbauen entnehmen Sie dem Handbuch (Als PDF auf der beigelegten DVD – zum Anzeigen benötigen Sie den A…. Reader, erhältlich unter…)“
Meistens noch mit dem warnenden Hinweis welche Schäden für Leib, Seele, Rechner und Altersvorsorge bei Nichtbeachtung zu erwarten wären.
Heute hat jeder Rechner ein DVD Laufwerk, das macht dann auch keinen Spaß mehr.
Aber es gibt ja neuen Spielraum! Smartphones, für die man akkusaugende Apps entwickeln kann.  Online Tickets, die sich vor Ihrer  Materialisierung im Nirvana auflösen.
Oder die Hausbank des Schreiberlings, wenn man dort seine PIN selber sperrt, was man leicht ohne Vorwarnung unbemerkt erledigt (dafür gibt es sogar eine extra App) – dann schickt einem die Bank eine neue PIN zu, mit einem kleinen Beileger, den muss man dann persönlich bei seiner kontoführenden Zweigstelle vorlegen, von der wird dann eine Freigabe der PIN erwirkt…
Dieser Vorgang ist schon nach wenigen Wochen erledigt.
Kleiner Tipp des Designers – wenn man seine Kreativität nutzt, um Lösungen statt Problem zu schaffen wird manches leichter – nebenbei bekommt man auch weniger Magengeschwüre, Stirnfalten und Verdauungsprobleme wenn man sich mit den eigenen Kreationen beschäftigt! Und dem widmet er sich jetzt noch ein wenig.

By |2016-10-16T15:52:08+00:00Februar 23rd, 2012|allgemein|1 Comment

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CEO und Kreativkopf bei pr-ide. Kreuz und querdenkend, gerne segelnd. Immer auf der Suche nach innovativen Lösungen - manchmal schon bevor das Problem erkannt wurde.

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  1. Hotelbloggerin Montag, 27. Februar 2012 at 4:56 pm

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