Sind wir innovationsfreudig?

Sind wir innovationsfreudig?

Oder einfach nur Weltmeister?

Als Nation habe wir den Ruf technisch vorbildliche Dinge entwickeln zu können. Die mal als Warnung vor billiger Importware eingeführte Herkunftsbezeichnung hat sich zum Qualitätssiegel gewandelt.

Während in manch anderen Ländern eher pragmatische Lösungen für technische Probleme kommen, sind wir Deutschen eher der Freund von technologisch aufwändigeren Lösungen.
Ein schönes Beispiel sind die in Amerika üblichen Kabelverbinder für die Hauselektrik.

Ein deutscher Elektriker würde das möglicherweise als „Zusammentüdeln und Klebeband drüber“ abtun. Aber immerhin – es funktioniert!

Im Gegensatz dazu gibt es Lösungen aus Deutschland, die sicher erheblich mehr Entwicklungsstunden benötigt haben als die amerikanische Tüddelkappe.
Sicher wird diese deutsche Klemmung auch die sicherere sein. Vieles aus deutschen Landen genießt ja auch den Ruf sicherer und zuverlässiger zu sein, seien es Autos aus den bekannten Fabrikationen, Haushaltsgeräte, Waffen, Fotoapparate, elektronische Geräte etc.

Auf der anderen Seite, sind wir auch ein Volk mit großer Angst vor dem Unbekannten?

Sicher hat der ein oder andere schon von den Warnungen gehört, die Anlässlich des Baus der Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth von einem Obermedizinalkollegium in Bayern ausgesprochen wurden.


(Nur gab es dieses Obermedizinalkollegium nie.)
Weiter geht es mit der Angst vor platzenden Dampfkesseln – die ist sicherlich nicht unbegründet, welche zur Gründung des TÜV führte.

In der Neuzeit dann die Angst der Strahlung die von Mobilen Endgeräten ausgeht – vielleicht ein Grund für die anhaltende Welle der Zombie Filme?

Mit Google Streetview wurde zwar ein Innovativer Meilenstein gelegt, die Angst vor der Sichtbarmachung der Fassade einer Adresse wurde größer als die Furcht vor dem Waldsterben. Von vielen Medien hochgekocht – manche von denen bemängeln heutzutage die veraltetet Darstellung in Streetview.
Nachdem sogar Frau Kanzlerin das Gefühl hatte die NSA könnte ein Gespräch belauschen die nächste Welle der Angst – was passiert mit den Daten? Wer hört mit? Vielfach gestellt von Personen die keine Hemmungen haben im Großraumabteil der Bahn intimste Details des Familien- oder Geschäftslebens am Mobiltelefon mitzuteilen – mit den übrigen Fahrgästen als unfreiwilliges Publikum.

Im Innovationsmanagement spricht man von einer Impulsphase – die deutsche Impulsphase kommt häufig aus der Beobachtung etwas „Sicherer“ oder „Besser“ zu machen. Schön wäre es doch, wenn der Impuls aus dem Wunsch heraus kommen würde einmal etwas zu vereinfachen – das ist nicht nur Ressourcenschonend und einfacher zu handhaben, es kann auch Vorbehalte gegen Neuerungen abbauen.
Innovation durch Reduktion in Germany – wäre ja mal ein neuer Ansatz!

By |2016-10-16T15:50:01+00:00Juli 23rd, 2014|allgemein, Designmanagement|Kommentare deaktiviert für Sind wir innovationsfreudig?

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CEO und Kreativkopf bei pr-ide. Kreuz und querdenkend, gerne segelnd. Immer auf der Suche nach innovativen Lösungen - manchmal schon bevor das Problem erkannt wurde.

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