Eine Maschine kann Arbeitsabläufe erheblich erleichtern. Damit dieser Vorteil eine Kaufentscheidung unterstützt, muss er für den Interessenten nachvollziehbar werden. Gerade bei der Zeitersparnis kommt es dabei auf den eigenen Betrieb an: Welche Arbeiten fallen an, wie häufig wiederholen sie sich und wie viel Zeit binden sie insgesamt?
Für Strautmann Umwelttechnik haben wir bei pr-ide einen Online-ROI-Rechner entwickelt, der diesen Zusammenhang zugänglich macht. Am Beispiel des AutoLoadBalers lässt sich abschätzen, wie sich ein veränderter Umgang mit Kartonage auf den Zeitaufwand und die Wirtschaftlichkeit auswirken kann. Der Rechner ist jetzt auf der Strautmann-Website verfügbar.
In vielen Betrieben gehört das Entsorgen von Kartonage zum täglichen Ablauf. Verpackungen werden gesammelt, zur Presse gebracht und eingefüllt. Jeder einzelne Vorgang erscheint überschaubar. Über einen Arbeitstag, eine Woche und schließlich ein Jahr entsteht daraus ein beträchtlicher Aufwand.
Der AutoLoadBaler setzt an diesem Ablauf an. Kartonage wird in Sammelwagen aufgenommen, die anschließend in die Maschine eingeschoben werden. Die automatische Befüllung ermöglicht es den Mitarbeitenden, sich wieder anderen Aufgaben zuzuwenden. Der Nutzen liegt damit auch in der Organisation der Arbeit rund um die Maschine.
Für die Kommunikation stellt sich deshalb eine konkrete Aufgabe: Wie vermitteln wir diesen Vorteil so, dass ein Interessent ihn auf seinen eigenen Arbeitsalltag beziehen kann?
Eine allgemeine Aussage wie „spart Zeit und Geld“ lässt zunächst viel offen. Ein Markt mit hohem Kartonageaufkommen hat andere Voraussetzungen als ein kleinerer Standort. Auch die heutigen Transportwege und die angesetzten Personalkosten beeinflussen, welchen wirtschaftlichen Wert eine Zeitersparnis haben kann.
Unser Ansatz war, diese betrieblichen Unterschiede zum Ausgangspunkt zu machen. Der Nutzer bringt Angaben zu seiner Situation ein und erhält eine darauf bezogene Einschätzung. So kann er selbst erkunden, welche Größen das Ergebnis beeinflussen.
Der Rechner übersetzt Angaben wie Materialmenge, Zeitaufwand und internen Stundensatz in eine Darstellung des möglichen Nutzens. Er zeigt, wie viel Arbeitszeit sich rechnerisch einsparen lässt, welchen Wert diese Zeit hat und wie sie zur Amortisation der Investition beiträgt. Veränderte Eingaben ermöglichen es, unterschiedliche Annahmen durchzuspielen. Die Ergebnisse dienen als Orientierung auf Basis der jeweiligen Angaben und Berechnungsgrundlagen. :chatgpt-content-reference{index=“1″}
Für uns ist das eine Gestaltungsaufgabe, die bei der Struktur beginnt. Welche Informationen braucht der Nutzer für eine erste Einschätzung? In welcher Reihenfolge lassen sie sich sinnvoll abfragen? Welche Begriffe sind verständlich? Und wie wird aus mehreren Zahlen ein Ergebnis, dessen Bedeutung sich schnell erfassen lässt?
Die Benutzerführung muss dabei zwei Anforderungen zusammenbringen: einen einfachen Einstieg und ausreichend Transparenz, um das Ergebnis einordnen zu können. Jede zusätzliche Eingabe beansprucht Aufmerksamkeit. Gleichzeitig müssen die Größen erkennbar bleiben, die für die Berechnung entscheidend sind. Diese Abwägung prägt die Konzeption ebenso wie die visuelle Gestaltung.
Auch die Darstellung des Ergebnisses verlangt Sorgfalt. Eingesparte Arbeitszeit besitzt einen wirtschaftlichen Wert. Wie dieser im Betrieb wirksam wird, hängt davon ab, wofür die gewonnene Kapazität genutzt werden kann. Sie kann etwa helfen, Arbeitsspitzen aufzufangen, Überstunden zu reduzieren oder mehr Zeit für Kunden und andere Aufgaben bereitzustellen. Ein ausgewiesener Zeitwert lässt sich deshalb auch als vorhandener Handlungsspielraum verstehen.
Ein solcher Rechner kann außerdem das Beratungsgespräch vorbereiten. Interessenten beschäftigen sich bereits mit ihrem Materialaufkommen und ihren Abläufen. Im anschließenden Austausch lassen sich diese Angaben konkretisieren und mit den Anforderungen des Standorts verbinden. Für den Vertrieb entsteht damit ein gemeinsamer Ausgangspunkt, an dem sich weiterarbeiten lässt.
Das Projekt verbindet mehrere Bereiche unserer Arbeit bei pr-ide: das Verständnis technischer Produkte, die Übersetzung ihres Nutzens in verständliche Kommunikation und die Gestaltung einer digitalen Anwendung.
Bei pr-ide betrachten wir technische Produkte aus der Perspektive der Menschen, die damit arbeiten. Uns interessiert, welche Handgriffe einfacher werden, wo Entlastung entsteht und wie sich Arbeitsabläufe verbessern lassen. Dieses Verständnis prägt unsere Gestaltung und Produktkommunikation. Beim ROI-Rechner bildet es die Grundlage für ein Werkzeug, mit dem Interessenten den möglichen Nutzen für ihren eigenen Betrieb abschätzen können.
Den Rechner gibt es hier zum Ausprobieren:
Zum AutoLoadBaler-ROI-Rechner von Strautmann Umwelttechnik
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